AWO Metropolregion Rhein-Neckar

sozial engagiert - nah am menschen

Wenn Eltern älter werden

März 2016

In den eigenen vier Wänden älter werden und dennoch selbstständig bleiben, das wünschen sich die meisten Menschen.
Gut, wenn Angehörige in der Nähe wohnen und die Senioren unterstützen können. Doch was kann man tun, wenn das Alleinewohnen den älteren Menschen überfordert? Wenn es allein nicht mehr geht ...

Pflegedienstleiterin Carolin Jarosch von der AWO Sozialstation wird von einer besorgten Tochter angerufen. Deren Mutter lebt allein im eigenen Haus, wirkt aber manchmal verwirrt, vergisst ihre Tabletten einzunehmen und scheint auch unregelmäßig zu essen und zu trinken. Sie sagt, sie habe einfach keinen Hunger und Durst. Die Tochter ist aber berufstätig und kann sich nicht ständig um sie kümmern. „In einem solchen Fall ist die Sozialstation genau die richtige Lösung“, sagt Carolin Jarosch. „Eine Pflegekraft kommt zunächst vorbei, um die regelmäßige Medikamenten-einnahme zu unterstützen.“ Im Fall der älteren Dame reichte es schon aus, dass sie ans Trinken und Essen erinnert wurde und einmal in der Woche Hilfe für den Haushalt bekam. Die Tochter war entlastet, der Seniorin ging es besser.

Pflege ist mehr
Die Einsatzmöglichkeiten der AWO Pflegekräfte sind breit gefächert. Da ist der ältere Herr, der nach einem Krankenhausaufenthalt einige Wochen lang nicht allein zurechtkommt. Oder die ältere Dame mit Diabetes, die täglich eine Dosis Insulin gespritzt bekommt. Oder eine Person nach Schlaganfall, die halbseitig gelähmt ist und viel Unterstützung bei der Körperpflege, Nahrungsaufnahme und Mobilisation braucht. Die AWO Pflegekraft ist für all diese Patienten erste Ansprechpartnerin, die an ihrem Leben Anteil nimmt.

Beratung von den Pflege-Profis
Für Unterstützung und Pflege gibt es einen Königsweg. Er besteht darin, eine Pflegestufe und Pflegehilfsmittel zu beantragen. Dabei kann die AWO Sozialstation wertvolle Hinweise geben, genauso bei der Überlegung, wie die Wohnung barrierearm umgestaltet werden kann. Vor dem Besuch des MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) hilft die Pflegekraft beim Zusammenstellen der notwendigen Dokumente.

Finanzierung der Pflege
Und schließlich steht die Entscheidung an, ob ein Patient Pflegegeld, Pflegesachleistungen oder eine Kombination von beiden Leistungen in Anspruch nehmen möchte. Weil die gesetzlich festgelegte Berechnung so kompliziert ist, hat sich die Pflegedienstleiterin Carolin Jarosch von der AWO Sozialstation gründlich in das Thema „Finanzierung der Pflege“ eingearbeitet. Sie unterstützt die pflegebedürftigen Patienten und ihre Angehörigen bei der Auswahl der besten Möglichkeit.

Entlastung für die Angehörigen
Auch pflegende Angehörige benötigen hin und wieder eine Erholungszeit. In diesem Fall kann die Sozialstation bei der Krankenkasse bis zu sechs Wochen Ersatzpflege beantragen. Die Honorare für diese Ersatzpflege rechnet die Sozialstation mit dem Kostenträger ab.

Die AWO Sozialstation Neckar-Odenwald berät und pflegt Menschen im Neckar-Odenwald-Kreis.
Service-Nummer (06261) 93 78 12
www.awo-now.de

Wir benutzen Cookies
Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Diese erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen. Weitere Infos in unserer Datenschutzerklärung.